Glossar

Arbeitsvermittlung

Bei der Arbeitsvermittlung (aus Sicht der Arbeitnehmer) bzw. Personalvermittlung (aus Sicht der Arbeitgeber) werden Bewerber über einen Personaldienstleister direkt in ein Festanstellungsverhältnis bei dessen Kundenunternehmen vermittelt.
Voraussetzung für den Arbeitssuchenden ist ein Dienstleistungsvertrag, aufgrund dessen der Personaldienstleister dann für ihn tätig wird. Für diese Dienstleistung kann der Arbeitssuchende einen Vermittlungsgutschein (VGS) der Agentur für Arbeit einbringen, soweit er einen Anspruch darauf hat. Da der Personaldienstleister den gesamten Bewerbungsprozess übernimmt, spart der Arbeitssuchende sehr viel Aufwand und kann gleichzeitig auf die vielfältigen Kontakte des Personalunternehmens zurückgreifen.
In Abstimmung mit dem Kundenunternehmen erstellt der Personaldienstleister ein Anforderungsprofil. Dieses wird einerseits mit dem bestehenden Kandidatenpool verglichen, darüber hinaus können aber auch per Stellenausschreibung weitere potenzielle Kandidaten gewonnen werden. Unter den Bewerbern mit der höchsten Passgenauigkeit erfolgt anschließend beispielsweise mittels Telefoninterview oder Assessmentcenter eine Vorauswahl.

Assessmentcenter

Beim Assessmentcenter (= Einschätzungscenter) handelt es sich um ein praxisorientiertes Verfahren zur Auswahl geeigneter Bewerber. In einer ein- oder mehrtägigen Gruppenveranstaltung werden die Kandidaten bei der Erfüllung bestimmter Aufgaben von Mitarbeitern des Unternehmens und/ oder von externen Experten beobachtet und in Hinblick auf Leistungsfähigkeit und Sozialkompetenz geprüft. Die Aufgabenstellung besteht dabei beipielsweise aus Selbstpräsentationen der Kandidaten sowie aus Gruppendiskussionen und Fallbeispielen.

E-Learning

E-Learning bedeutet übersetzt elektronisches Lernen und beschreibt eine Methode, bei dem elektronische Medien als Lernhilfe beispielsweise im Rahmen beruflicher Weiterbildungsmaßnahmen eingesetzt werden.
In Abgrenzung dazu beschreibt der Begriff Blended Learning die Kombination aus E-Learning und Präsenzseminaren.

Equal Pay

Equal Pay bedeutet "gleiche Bezahlung" und wird vor allem im Bereich des Lease Back Service angewendet. Wird ein Arbeitnehmer beispielsweise im Rahmen von Rationalisierungsmaßnahmen von einem Personaldienstleister übernommen, so wird ihm im Rahmen des Equal Pay diesselbe Bezahlung gesichert, wie bei seinem bisherigen Arbeitgeber.

 

Initiativbewerbung

Im Unterschied zu den meisten anderen Bewerbungsformen erfolgt die Initiativbewerbung ohne Bezug zu einem konkreten Stellenangebot. Während diese Vorgehensweise bei den meisten Unternehmen nur in geringem Maße erfolgsversprechend ist, kann eine Initiativbewerbung bei einem Personaldienstleister viel eher zu einer Einstellung führen
Gerade große Personaldienstleister in der Zeitarbeit und Arbeitsvermittlung vereinen sehr viele Stellenangebote unterschiedlicher Unternehmen und schreiben ständig neue Stellen aus, so dass die "Trefferchance" einer Initiativbewerbung relativ hoch ist.

Lease Back

Das Lease Back-Verfahren knüpft in der Regel an das Outplacement an. Falls Rationalisierungsmaßnahmen unumgänglich sind, droht dem betroffenen Unternehmen der Verlust von wichtigem Know-how. Um diesen Verlust zu kompensieren, besteht die Möglichkeit, die austretenden Mitarbeiter bei einem Personaldienstleister anzustellen, der die Arbeitskräfte wiederum dem Ursprungsunternehmen überlässt.
Das Unternehmen kann dadurch auf die wichtige Erfahrung der Arbeitnehmer bauen, während die Arbeitnehmer eine optimale Übergangslösung bis zur Vermittlung in eine neue Arbeitsstelle genießen.

Master Vendor

Master Vendor-Organigramm

Arbeitet das Unternehmen mit verschiedenen Personaldienstleistern zusammen, so kann es einen Dienstleister zum Master Vendor, also zum Hauptlieferanten machen.
Er betreut im Auftrag und Namen des Kunden die anderen Lieferanten und sorgt für einheitliche Prozessabläufe, Kosten, Dokumentationen und Rechnungen. Über den Master Vendor werden beispielsweise die eingesetzten Arbeitskräfte aller Arbeitnehmerüberlassungsfirmen (den Co-Lieferanten) disponiert, tägliche Protokolle erstellt und regelmäßige Scorecards zur vollständigen Dokumentation erstellt.
Der Kunde besitzt damit einen einheitlichen, kompetenten Ansprechpartner (one-face-order) für alle Personaldienstleistungen. Dies bedeutet für Sie: maximale Kostenkontrolle und Planungssicherheit.

Online-Bewerbung

Im Gegensatz zur klassischen schriftlichen Bewerbung erfolgt eine Onlinebewerbung per Datenübertragung mittels Internet. Grundsätzlich lassen sich zwei verschiedene Onlinebewerbungsarten unterscheiden: die E-Mail-Bewerbung und das Online-Formular.
Bei einer E-Mail-Bewerbung wird lediglich Papier durch Elektronik ersetzt. Der Aufbau der Bewerbung bleibt gleich, nur wird diese als digitale E-Mail anstatt einer schriftlichen Postsendung verschickt. Im Rahmen der allgemeinen Bewerbungsrichtlinien ist der Bewerber bei der E-Mail-Bewerbung selbst für die Gestaltung der Unterlagen zuständig.
Im Gegensatz dazu wird die Gestaltung des Online-Formulars vom Unternehmen vorgegeben. Dabei werden die Daten in einem vorgefertigten Fenster abgefragt, wodurch die Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit der Bewerbungen verbessert wird. Der Bewerber wiederum spart Zeit, da der Aufbau vorgegeben wird. Der Bewerber sollte seine Angaben im Online-Formular aber genauso detailliert und sorgfältig bearbeiten, wie bei allen anderen Bewerbungsformen. Schließlich ist dies seine erste Arbeitsprobe.

On Site Management

Der Begriff stammt aus dem Englischen und lässt sich mit „Vor-Ort-Management“ übersetzen.
Bei dieser relativ neuen Form der Personaldienstleistung wird der Kunde von einem externen Spezialisten (dem On Site Manager) durch eine umfassende Leistungspalette unterstützt:
Von der Beratung und Planung, über Bedarfsermittlung und Recruiting, der Einarbeitung und Integration der Mitarbeiter in das Entleiher-Unternehmen bis hin zur kompletten organisatorischen und administrativen Abwicklung. Darüber hinaus sorgt der On Site Manager für einen reibungslosen Kommunikationsfluss und Workflow.
Der Nutzen liegt in der gesteigerten Qualität und Effizienz des Einsatzes von Zeitpersonal, einer deutlichen Kosteneinsparung und der internen Entlastung des Entleihers als Kunden.
Da die On Site Manager von Franz & Wach vor Ort bei unseren Kunden arbeiten, hat sich hierfür der Begriff des On Site Office gebildet.

Outplacement

Unter den Umständen besonderer wirtschaftlichen Situationen ist es für Unternehmen oft unvermeidbar, sich von Mitarbeitern trennen zu müssen. Um die Zukunftsperspektiven der ausscheidenden Mitarbeiter dennoch zu fördern, bietet sich das Outplacement an, das sinngemäß mit Außenvermittlung übersetzt werden kann.
Dabei übernimmt in der Regel ein externer Personaldienstleister die Aufgabe, die betroffenen Mitarbeiter auf Ihrem Weg in zu einem neuen Arbeitsplatz zu unterstützen. Dabei ist zu klären, welche Qualifikationen der Arbeitnehmer hat bzw. welche Weiterbildungsmaßnahmen er absolvieren sollte, um einen anvisierten Arbeitsplatz zu erreichen. Darüber hinaus werden die betreuten Mitarbeiter in Hinsicht auf Bewerbungen und Vorstellungsgespräche geschult. 
Das Lease Back-Verfahren bietet den Unternehmen mittlerweile weitere Möglichkeiten, um den ausscheidenden Mitarbeitern eine bestmögliche Übergangsphase zu bieten und dem Unternehmen für diese Zeit gleichzeitig das nötige Know-how zu sichern.

Outsourcing

Outsourcing bedeutet übersetzt Auslagerung. Dabei überträgt ein Unternehmen die Aufgaben bestimmter Geschäftsbereiche ganz oder teilweise an eine externe Partnerfirma.
Vorteilhaft ist dieses Vorgehen vor allem dann, wenn das Unternehmen sich durch die Auslagerung entlastet und daher alle Ressourcen in die Verrichtung seiner Kerngeschäftsfelder investieren kann.
In der Zusammenarbeit mit einem Personaldienstleister muss der Umfang der Auslagerung nicht auf das Geschäftsfeld des Personalwesens beschränkt bleiben, sondern kann darüber hinaus auch z. B. Produktionsbereiche oder sanitäre Leistungen umfassen. Dies ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der Personaldienstleister eine Spezialisten-Funktion in den ausgelagerten Bereichen inne hat und seine Erfahrung in den Verantwortungsbereichen einsetzen kann.

Personaldienstleister

Personaldienstleister sind Unternehmen, die ihren Kunden Serviceleistungen im Personalbereich bieten. Die Personaldienstleistung trifft man vor allem in der Zeitarbeit und der Personalvermittlung an. Darüber hinaus unterstützen die Personaldienstleister ihre Kunden aber auch bei Aufgaben des Personalmanagements.

Personaldisponent

Die Personaldisponenten nehmen eine Mittlerposition zwischen Arbeitnehmer und Kundenunternehmen ein. Sie betreuen beide Seiten und sorgen dafür, dass die richtigen Arbeitskräfte am richtigen Arbeitsplatz eingesetzt werden. Neben der Betreuung sind die Personaldisponenten auch für die Akquisition neuer Kunden und Mitarbeiter zuständig.

Scorecard

Eine Balanced Scorecard soll zur ganzheitlichen Abstimmung aller Maßnahmen beitragen, die zum Erreichen der Unternehmensziele notwendig sind. Der Begriff bedeutet übersetzt in etwa ausgeglichene Wertungsliste. Nachfolgend soll erläutert werden, wie sich die Faktoren „Ausgleich“ und „Wertung“ in einer Balanced Scorecard bemerkbar machen.

Ausgleich:

Auch wenn ein Unternehmen in der Regel ein übergeordnetes Gesamtziel verfolgt, setzt sich dies immer aus mehreren Teilzielen zusammen. Diese lassen sich aber meist nicht unabhängig voneinander erreichen, sondern müssen aufeinander abgestimmt werden.
Ein Beispiel: Um die Marktführerschaft zu erreichen, könnte ein Unternehmen versuchen, den günstigsten Preis und gleichzeitig die beste Kundenbetreuung auf dem Markt anzubieten. Die Kundenbetreuung verursacht aber entsprechende Kosten, weshalb das das Unternehmen unter Umständen einen höheren Verkaufspreis verlangen muss, um rentabel zu bleiben.

Wertung:
Die Erfolgsfaktoren eines Unternehmens sollen in der Balanced Scorecard durch Zahlen quantifizierbar gemacht werden, um sowohl eine konkrete Zielplanung im Voraus, als auch eine möglichst genaue Erfolgskontrolle im Nachhinein durchführen zu können.
Im obigen Beispiel könnte als Zielplanung eine Umsatzzunahme um 5 Prozent und einer Steigerung der Kundenzufriedenheit um 10 Prozent anvisiert werden.

Telefoninterview

Um die Bewerber für eine Stellenausschreibung vorab kennenzulernen, führen viele Unternehmen vorab ein Telefoninterview mit den Kandidaten durch. Der Ablauf ähnelt in vielen Bereichen einem klassischen Bewerbungsgespräch und ermöglicht dem Bewerber, seine Qualifikation und Motivation bezüglich der angestrebten Stelle im direkten Dialog mit dem Arbeitgeber darzustellen.
Das Telefoninterview wird in vielen Fällen von Personaldienstleistern durchgeführt, die vom Arbeitgeber beauftragt wurden. Das telefonische Interview ersetzt das klassische Bewerbungsgespräch nicht, sondern stellt vielmehr eine Ergänzung dazu dar. Die Bewerber sollten sich auch auf ein Telefoninterview gewissenhaft vorbereiten, da dies oft als Methode zur Vorauswahl der Kandidaten genutzt wird.

Try and hire

Ein großer Vorteil des Beschäftigungsmodells Zeitarbeit besteht darin, dass die Unternehmen seine beschäftigten Zeitarbeiter jederzeit in eine Festanstellung übernehmen können. Die Zeitarbeiter haben entsprechend die Möglichkeit, Ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen und sich somit als Arbeitnehmer zu empfehlen. 
Bei klassischen Personalauswahlverfahren wählen die Unternehmen die Bewerber meist anhand deren Bewerbungsunterlagen und der daran anknüpfenden Einstellungsinterviews aus. Diese Methode hat jedoch den Nachteil, dass der Bewerber sich nicht direkt am Arbeitsplatz unter den Bedingungen seines potenziellen Aufgabengebiets beweisen kann. Ein Assessmentcenter wiederum bietet zwar eine höhere Praxisnähe, ist aber auch mit entsprechendem Aufwand verbunden. Im Gegensatz dazu bietet die Mitarbeiterauswahl per Zeitarbeit den Vorteil, dass sich die Arbeitnehmer direkt in dem Aufgabenfeld einer potenziellen Festanstellung beweisen können - während sie gleichzeitig zur Wertschöpfung des Unternehmens beitragen.

Zeitarbeit

Der Begriff Zeitarbeit (auch Arbeitnehmerüberlassung oder Personalleasing genannt) beschreibt die gewerbsmäßige Überlassung von Arbeitskräften durch ein Zeitarbeitsunternehmen an ein anderes Unternehmen (Kunden). Die überlassenen Arbeitskräfte sind dabei beim Zeitarbeitsunternehmen (Verleiher) angestellt. Zwischen dem Kunden und dem Verleiher wird ein Überlassungsvertrag geschlossen, der Dauer, Modalitäten und Kosten der Überlassung regelt. Neben diesen vertraglichen Vereinbarungen regeln gesetzliche Vorgaben wie das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) und Tarifverträge das Arbeitsverhältnis und stellen sicher, dass der Zeitarbeiter im entleihenden Unternehmen nicht benachteiligt wird.

Das Beschäftigungsverhältnis in der Zeitarbeit